Zu Gast im Baraque Michel in Ostbelgien

Am Samstag, 07.04.2018, aßen meine Frau Tina und ich im Baraque Michel. Es war ein lang gehegter Wunsch meinerseits, in diesem traditionsreichen Restaurant in der Deutschsprachigen Gemeinschaft zu speisen. Es ist weit über Ostbelgien bekannt und für seine gute Küche berühmt. Mehrfach hatte ich den Besuch dieses Restaurants auf meiner Reiseplanung, jedoch kam immer etwas dazwischen. Diesmal hatte ich kein Pech und nach einem Vormittag in Malmedy und einem Nachmittag in Stavelot kehrten wir in das Baraque Michel ein.

Das Ambiente war angenehm in Richtung Handwerk, Landwirtschaft, Dorfleben ausgerichtet. Positiv empfanden wir, dass die Küche von morgens bis abends geöffnet hat, so konnten wir gegen 17 Uhr unser Mittag-/Abendessen bestellen. Der Mitarbeiter des Restaurants begrüßte uns freundlich auf Deutsch, nachdem wir uns einen Platz gesucht hatten. Die Mitarbeiter sprechen ganz selbstverständlich Deutsch, Französisch und Niederländisch. Nach meinen Beobachtungen erkennen sie irgendwie immer, mit welcher Sprache sie die Gäste jeweils begrüßen müssen. Wir bekamen die Speisekarten gereicht.

Das hauseigene helle und dunkle Bier – leckere Käsestückchen und Salzgebäck zur Überbrückung bis das Essen kommt

Wir bestellten zunächst einmal aus der Hausbrauerei ein helles und ein dunkles Bier vom Fass. Beide Biere schmeckten köstlich, nur bedauerte ich, dass ich noch fahren und es daher bei einem Bier bewenden lassen musste. Meine Frau hatte da eine bessere Ausgangslage.

Nach dem Studium der Speisekarte entschieden wir uns für folgende Vorspeisen:

Tinas Schnecken in Knoblauchbutter mit frischem Brot aus der eigenen Bäckerei

Mein warmer Spargelsalat mit Scampis und Parmesan

Beide Vorspeisen waren ausgezeichnet. Mein Salat war mit frischem grünen und weißen Spargel zubereitet, der wunderbar zart war. Die Scampis waren ein Gedicht. Die Soße ein Träumchen.

Nach kurzer Wartezeit war dann Zeit für die Hauptgerichte:

Peters Lamm-Rumpsteak mit Kartoffelauflauf und Gemüse

Zwei Kaninchenschenkel an Pflaumensoße mit Fritten für Tina

Das Lamm-Rumpsteak war sehr zart und schmeckte dezent nach Lamm, so wie es sein soll. Das Gemüse war sehr schmackhaft zubereitet, nicht verkocht und nicht zu roh. Die Kaninchenschenkel zerfielen auf der Gabel, so zart waren sie. Dazu gab es eine zusätzliche Portion Fritten in selbst für belgische Verhältnisse hervorragenden Qualität. Alles war ausgezeichnet und die Produkte waren augenscheinlich von frischer Qualität.

Für einen Nachtisch hatten wir leider keinen Platz mehr im Bauch.

Es war ein wirkliches Highlight bei unseren Restaurantbesuchen. Es gab nichts auszusetzen. Natürlich war es nicht billig, schließlich werden frische und hochwertige Lebensmittel bei der Zubereitung verwendet. Das Ambiente hat uns gut gefallen und die Lage mitten zwischen Eupen und Malmedy ist für unsere Aufenthalte in der Deutschsprachigen Gemeinschaft sehr vorteilhaft. Wir können uns gut vorstellen, vor dem nächsten Besuch des Baraque Michel erst einmal im Hohen Venn zu zu wandern. Die Wandermöglichkeiten sind dort prima. Auch eine Übernachtung im hauseigenen Hotel können wir uns gut vorstellen.

Peter Steil

Über Peter Steil

Peter Steil, Fernwald.
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