Leben mit dem Schwarzdorn

Vor einigen Monaten habe ich rund 15 Grundstücke im Lahn-Dill-Bergland gekauft. Weitere fünf sind in den letzten Tagen dazu gekommen.  Es sind fast ausschließlich landwirtschaftliche Flächen, etwas potentielles Bauland, Wald und einiges sogenanntes “Unland”. Auf einigen Flächen habe ich begonnen, Lagerplätze anzulegen, um dort zu biwakieren/zelten und sie allgemein als Freizeitflächen zu nutzen. Der Rest wird von Landwirten und Schäfern bearbeitet und genutzt.

Auf den nicht genutzten Flächen habe ich es mit einem mir bislang unbekannten “Feind” zu tun: Dem Schwarzdorn, auch Schlehe genannt. Dieser Strauch erobert sich Fläche für Fläche, ist kaum zurückzudrängen und kann nur durch Ausgraben der bis zu 10 Meter langen Wurzelausläufer zu bekämpfen.

Aber eigentlich ist er nicht wirklich ein Feind. Ich überlasse gerne Flächen der Natur, damit sie sich dort ausbreiten kann. Schwarzdorn ist ein guter Lebensraum für Vögel und Schmetterlinge. Nur auf den Flächen, die ich mir als Erholungsraum auswähle, werde ich ihn nachhaltig bekämpfen müssen.

Da die Schafe, die gelegentlich über meine Weideflächen getrieben werden, den Schwarzdorn nicht fressen/verbeißen, muss ich händisch dafür sorgen, dass er nicht Überhand nimmt, denn ich möchte eigentlich den Charakter dieser Flächen beibehalten. Schon jetzt sind einige Flächen für Spaziergänger nicht mehr begehbar.

Früher hat die landwirtschaftliche Nutzung die übermäßige Ausbreitung des Schwarzdorns verhindert. Dadurch, dass immer mehr Flächen nicht mehr bewirtschaftet werden, ist ein neues Problem entstanden.

Der Schwarzdorn selbst ist eine Nutzpflanze. Die Blüten, Rinde und Früchte wirken adstringierend (zusammenziehend), harntreibend, schwach abführend, fiebersenkend, magenstärkend und entzündungshemmend. Ein Blütenaufguss wird besonders bei Kindern bei Durchfallerkrankungen, bei Blasen- und Nierenproblemen und Magenbeschwerden eingesetzt. Schlehenelixier gilt als geeignetes Stärkungsmittel nach Infektionskrankheiten. Die Schlehenbeeren sind Früchte, die voller Vitamin C sind. Nach dem ersten Frost geerntet schmecken sie süß und können zu Saft und/oder Likör verarbeitet werden.

Ich werde in den kommenden Tagen Fotos von der Lage auf den Grundstücken anfertigen und hier zeigen.

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NeXt Generation | Geburt Emil Steil

Gestern wurde mein erster Enkel geboren. Katja, meine Schwiegertochter und die Frau meines Sohnes Janosch, brachte Emil Steil zur Welt. Er ist gesund, wiegt 4.350 Gramm, ist 58 cm groß. Mutter und Vater geht es ebenfalls gut. Ein wunderschönes Baby, das ich wegen der aktuellen Gesundheitslage nicht besuchen kann. Trotzdem bin ich sehr stolz.

Die nächste Generation meiner Familie hat damit die Welt erblickt.

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Walden oder Leben in den Wäldern | Lektüre

Ich habe heute das Buch Walden oder Leben in den Wäldern, geschrieben von Henry David Thoreau, zwischen meine beiden aktuellen Lektüren geschoben. Thoreau beschreib dort seine Erfahrungen aus einem Experiment, bei dem er sich 1845 in Wälder in Massachusetts zurückgezogen hatte, abseits der Zivilisation, um für sich einen alternativen und ausgewogenen Lebensstil zu verwirklichen.

Ich habe mir, wie bereits an mehreren Stellen meiner Blogs berichtet, einige Grundstücke in einem Konvolut gekauft, die Gründland, Ackerland, Waldland und Unland darstellen. Einzelne Grundstücke habe ich inzwischen herausgesucht, auf die ich mich hin und wieder mit dem Zelt zurückziehen werde, um etwas Distanz vom Trubel des Alltags zu gewinnen. Die Grundstücke sind etwas abgelegen.

In der Recherche zu meinem Vorhaben stieß ich auf diesen Schriftsteller und sein Buch, das man kostenfrei im Internet herunterladen kann, da es längst gemeinfrei ist.

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Die Hohenzollern | Lektüre

Derzeit lese ich das Buch Die Hohenzollern – Preußische Könige, deutsche Kaiser von Uwe Klußmann.

Aus dem Klappentext des Buches:

 

Kaum ein anderes Fürstengeschlecht ist so eng mit fast tausend Jahren deutscher Geschichte verbunden wie die Hohenzollern. Von ihrer Stammburg auf der Schwäbischen Alb arbeiteten sich die Herrscher aus dem Haus Hohenzollern hoch zu Kurfürsten in der Mark Brandenburg, zu preußischen Königen und deutschen Kaisern, bis der letzte von ihnen, Wilhelm II., im Ersten Weltkrieg die Monarchie verspielte.

Gemeinsam mit namhaften Historikern porträtieren SPIEGEL-Autoren die herausragenden Gestalten dieser Dynastie: vom »Großen Kurfürsten« und dem »Soldatenkönig« über Friedrich den Großen, den »alten Fritz«, bis hin zu Wilhelm II. So zeichnen die Autoren Aufstieg und Niedergang der Hohenzollern nach und beschreiben zugleich tausend Jahre deutsche Geschichte im Spiegel dieses faszinierenden Herrscherhauses.

Schon viele Jahre beschäftigt mich die Geschichte des Kaiserreichs 1871 – 1918, in dessen Zeit die Hohenzollern mit den Kaisern Wilhelm I., Friedrich III. und Wilhelm II. die Staatsoberhäupter stellten. Besonders im Zusammenhang mit meinem Geschichtsblog geschichte-hautnah.de stoße ich immer wieder auf diese Menschen, die auf mich sehr zweispältig wirken. Einerseits höfischer Glanz und ein auftrebendes Land, auch Dank seiner politischen Führung, väterlich wirkende Kaiser und Ehefrauen derselben, andererseit sozialpolitisch rückwärtgewandte Sozialpolitik, fehlende Demokratie und letztlich der grausame Erste Weltkrieg.

Um so mehr dringe ich mit diesem Buch tiefer in diese Epoche ein. Das Buch ist auch für Laien gut lesbar und unterhaltsam.

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Lektüre in Zeiten der Apokalypse

Bedingt durch das Virus Covid-19 muss ich viel Zeit zuhause verbringen. Meine Schule ist geschlossen. Über das Internet habe ich meine Studierenden mit Arbeitsmaterial versorgt. Es bleibt viel Zeit für Lesen.

Ich habe mir die elektronischen Bücher der Tudor-Triologie von Hilary Mantel gekauft und habe mit der Lektüre des ersten Bandes auf meinem Kindle begonnen:

  1. Wölfe (768 Seiten)
  2. Falken (481 Seiten)
  3. Spiegel und Licht. (1.200 Seiten)

Der Mensch ist des Menschen Wolf” sagte Thomas Hobbes, und dies scheint auch als Motto für das Buch geeignet.

Amazon schreibt über das Buch

“Wölfe spielt im England des Jahres 1520. Heinrich VIII. ist durch seine vom ganzen katholischen Europa abgelehnten Scheidungsabsichten stark geschwächt. Das ist der historische Hintergrund, vor dem die Gegenspieler Thomas Cromwell und Thomas Morus ihren Auftritt haben. Als Ratgeber des Königs sieht sich Cromwell am Ziel seiner ehrgeizigen Träume. Fein spinnt er ein Netz aus Intrigen und Abhängigkeiten, um seine Macht beständig auszubauen. Ihm gegenüber tritt Morus, der Autor von Utopia, der dem Papst die Treue hält und der Ehe Heinrichs mit Anne Boleyn nicht dulden will. Bei Mantel aber ist er keineswegs der Gute, der für seine Prinzipien sein Leben lassen muss, sondern entpuppt sich durchaus als zwielichtiger, da einer alten, tyrannischen Ordnung verhafteter Charakter. Und Chromwell, der vermeintlich Böse, ist nicht weniger schillernd angelegt…”

Das Buch liest sich sehr gut, es ist sehr unterhaltsam, auch wenn ich durch meine Geschichtskenntnisse schon vieles über den Verlauf der Handlung weiß. Die kleinen Randgeschichten der Protagonisten erfreuen mich trotzdem. Ich fühle mich direkt hineinversetzt in die damalige Zeit und gleichzeitig kann ich mir die Örtlichkeiten Dank meiner häufigen Reisen nach Großbritannien gut vorstellen.

Die Geschichte(n) rund um die Tudors interessieren mich, besonders seitdem ich die gleichnamige Serie der BBC mehrfach angeschaut habe.

Ja, ich denke, dass ich mit diesen drei Büchern die nächsten Wochen geistig gesund überleben werde und mich köstlich unterhalten fühle.

 

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Gleich zweifach unter Skandal leidend | AWO & FDP

Nachdem ich bereits in den vergangenen Tagen über den Skandal bei der AWO in Hessen berichtete, dessen Auswirkungen ich leider auch spüren muss, obwohl ich nichts dafür kann, trifft mich nun auch das Fehlverhalten von anderen Menschen in meiner Partei, der FDP.

Weil sich der Fraktionsvorsitzende der FDP im Thüringer Landtag mit den entscheidenden Stimmen der AfD hat zum Ministerpräsidenten hat wählen lassen, sinken die Umfragewerte meiner Partei und auch ich muss mir Häme, Kritik und mitunter auch Anfeindungen gefallen lassen. Weil bislang weitgehend unbekannte Politiker glauben, einen billigen, leicht zu durchschauenden Hinterzimme-Coup durchführen zu müssen, und sich von Faschisten in ein Amt heben lassen, wird die solide Arbeit von tausenden haupt- und ehrenamtlichen Politikern zunichte gemacht. Misstrauen gegenüber der FDP und ihren Vertretern macht sich breit. In wenigen Tagen wird in Hamburg gewählt. Anfang März folgt Bayern. In einem Jahr sind Kommunalwahlen in Hessen.

Es ist zum Kotzen!

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Der “AWO Skandal” und seine Auswirkungen | Leserbrief

Heute veröffentlichte der Gießener Anzeiger einen Leserbrief von mir, der auf aktuelle Anfeindungen der AWO u. a. im Kreis Gießen eingeht. Als Mitglied des Kreisvorstandes der AWO Gießen Land, Vorstandssprecher der AWO Fernwald und Aufsichtsratsmitglied der Pflegeeinrichtungen der AWO Kreisverband Gießen-Land gGmbH wollte und konnte ich die Vorwürfe nicht stehen lassen. Insbesondere die Behauptung, die AWO sei eine SPD-Vereinigung stimmt einfach nicht. Auch wird niemand diskriminiert, wenn er als AWO Mitglied kein Sozialdemokrat ist. Und das kann ich als FDP-Mitglied und Mandatsträger der FDP zumindest aus meinem Erfahrungsbereich sagen. Ich habe niemals eine Benachteiligung als Lieberaler erfahren. Niemals wurde meine Parteimitgliedschaft kritisch erörtert oder hinterfragt. Sie wurde und wird zur Kenntnis genommen.

Es gibt viele Sozialdemokraten in der AWO. Die AWO entstammte vor 100 Jahren auch der SPD. Dass heute noch viele Funktionäre der AWO auch SPD-Mitglied sind, liegt vielleicht am Schwerpunkt dieser Partei. Ich würde mich sehr freuen, mehr Parteiunabhängige und Mitglieder anderer Parteien würden bei der AWO aktiv mitarbeiten.

Mein Leserbrief aus dem Gießener Anzeiger

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Jeffrey Archer: Schicksal und Gerechtigkeit | Hörbuch

Seit gestern höre ich das neuste Hörbuch von Jeffrey Archer: Schicksal und Gerechtigkeit. Ich liebe die Bücher von Jeffrey Archer (Jahrgang 1940), der als Mensch schon eine interessante Persönlichkeit ist (Schriftsteller, Baron, Oberbürgermeisterkandidat in London, Strafgefangener). Die Clifton-Saga hat mich begeistert und über eine lange Zeit wunderbar unterhalten. Eine spannende und mitunter witzige Geschichte einer Familie über mehrere Generationen, die in England spielt, erzählt in sieben Büchern.

Nun also sein neuestes Werk, dessen Klappentext schon andeutet, wie spannend es ist:

“London 1979: William Warwick, Sohn des einflussreichen Anwalts Sir Julian, hat seit Kindheitstagen einen Traum: Er möchte sich den Weg vom Streifenpolizisten zum Commissioner erkämpfen. Durch nichts lässt er sich von diesem Vorhaben abbringen. Im September 1982 tritt William Warwick seinen Dienst an – und entdeckt die Welt der Londoner Straßen, der einfachen Leute. Eine Welt, die William völlig neu ist. Zum ersten Mal erfährt er die bitteren Seiten des Lebens. Aufgrund seiner Kenntnisse wird der Kunstliebhaber William zum Dezernat für Kunstfälschung versetzt und gerät in den Bannkreis eines der größten Gemäldefälscher seiner Zeit. Im Zuge der Recherchen lernt William die hübsche und schlagfertige Beth Rainsford kennen. Zwischen beiden entbrennt eine leidenschaftliche Romanze und William fühlt, dass Beth die Frau seines Lebens ist. Doch ein Geheimnis umgibt sie und wirft Schatten auf die junge Liebe. William sieht sich vor die schwerste Aufgabe seines Lebens gestellt …”

Ich habe mir das Buch als Hörbuch zugelegt und werde es während meiner werktäglichen Fahrt zwischen Zuhause (Annerod) und Schule (Frankfurt am Main) hören.

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Beim Häuten der Zwiebel | Lektüre

Günter Grass (nimkenja / pixelio.de )

Nach vielen Jahren der Abstinenz habe ich mir mal wieder ein Buch von Günter Grass als Lektüre ausgewählt. Mit “Beim Häuten der Zwiebel” gestand der Nobelpreisträger Grass, dass er als junger Mensch Mitglied der Waffen-SS gewesen war, sich dorthin freiwillig gemeldet hatte und jahrelang öffentlich davon geschwiegen hatte. Auf die damals geführte Diskussion möchte ich gar nicht eingehen. Ich selbst hatte es ihm nicht vorgehalten und sehe es als Jugendsünde an. Er hat keine Kriegsverbrechen begangen und war auch nicht an Verbrechen gegen die Menschlichkeit beteiligt. Ich halte es da eher mit dem Gedicht “An die Nachgeborenen” von Berthold Brecht.

Als das Buch vor fast 14 Jahren veröffentlicht wurde, war mir der Hype darum zu groß. Ich bevorzuge einige Jahre Distanz, um solche “heiße Eisen” anzufassen. Nun, nach einigen Jahren der literarischen Reife ist das Buch genau richtig für mich.

Das Buch ist nicht leicht zu lesen, da die Sätze anspruchsvoll verschachtelt sind und auch bemerkenswert viele Kunstworte genutzt werden. Trotzdem ist es spannend und unterhaltsam, dabei jedoch auch informativ und zum Nachdenken anregend.

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Erholsame Tage in Niederschlesien | Reisen

In der zweiten Woche im Januar, also der letzten Ferienwoche, habe ich mit meiner Frau und meiner Woche in Bad Flinsberg (polnisch Świeradów-Zdrój) im polnischen Niederschlesien verbracht. Es war mein dritter Aufenthalt dort, den ich dazu nutzte, in einem gesundheitsorientierten Hotel nach den Weihnachtsfeiertagen wieder etwas abzuspecken und Fitness zu erlangen. Mit Lesen, Ausflügen, Schwimmen, Radfahren und Wanderungen verbrachten wir die Zeit sehr kurzweilig. Sehr erholt kam ich nach einer Woche wieder nach Annerod zurück.

Meine Frau und ich im Isergebirge

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