Unser altes Haus

Vor fast 17 Jahren haben meine Frau und ich unser gemeinsames Haus in Annerod gekauft. Annerod ist ein Ortsteil der hessischen Gemeinde Fernwald.

Es war äußerst schwierig und dauerte sehr lange, ein Haus zu finden, das sowohl meine Frau – sie wollte in eine Stadt ziehen –  als auch ich – ich wollte in eine Dorf ziehen – kaufen wollten. Über Monate schlugen wir uns gegenseitig Häuser vor, die zum Verkauf standen, ohne eine Übereinstimmung zu finden. Entweder es war für meine Frau zu sehr “Dorf” und zu weit ab von einer Stadt, oder es war mir zu sehr “Stadt” und zu weit entfernt von Ruhe und Natur. Mitte 2004, als ich es schon fast aufgegeben hatte, ein Haus zu finden, hatten wir dann einen Treffer: DIESES Haus in DIESEM Dorf. Schon als wir uns das beim ersten Besichtigungstermin Haus von außen ansahen, war uns beiden klar, dass wir es kaufen möchten. Es war groß genug für uns (5 Kinder), es liegt nur 4 Kilometer von der Stadt Gießen entfernt, aber am Rand eines schönen Dorfes, war bezahlbar. So haben wir es gekauft.

Eine Besonderheit des Hauses, die wir mögen, ist das Alter des Hauses. Der Altbau, den man auf den Fotos unten sehen kann, wurde 1920 errichtet. Er ist 100 Jahre alt. 1964, also 44 Jahre nach Errichtung des Altbaues, reichte der Familie des Vorbesitzers die Wohnfläche nicht mehr aus. Es wurde ein Neubau angebaut. Daraus ergeben sich bis heute Besonderheiten, die das Leben in unserem Haus interessant machen.

Besonder interessant waren die klimatischen Unterschiede zwischen den Bauten. Im Altbau war es im Sommer unerträglich heiß und im Winter tendenziell kalt, während im Neubau es immer relativ ausgeglichen war. Seit wir unserem Haus einen Vollwärmeschutz gegeben haben, sind diese Unterschiede weg. Nun ist es in beiden Gebäudeteilen angenehm.

links unser Haus im Jahr 1962 beim 60. Jahrestag der Gründung des Gesangsvereins Heiterkeit

links unser Haus im Jahr 1962 beim 60. Jahrestag der Gründung des Gesangsvereins Heiterkeit

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Meine polnische Seite | Familie Poniatowski

Es ist extrem schwer, bei der Erforschung meiner polnischen Wurzeln weiterzukommen. Hauptproblem ist und bleibt die Tatsache, dass die Region und das Hofgut, von dem meine Familie abstammt, heute in Weißrussland (Belarus) liegen. Die innenpolitische Lage in Weißrussland ist sehr angespannt. Einreisen nach Weißrussland sind fast unmöglich. Meine Anfrage bei der weißrussischen Botschaft, ob es einen einfacheren Weg gibt, für einen Tag nach Wassilischki reisen zu dürfen, das nur rund 100 Kilometer von der polnisch-weißrussischen Grenze entfernt liegt, wurden abschlägig beschieden. Damit ist dieser Weg erst einmal versperrt. Vielleicht ändert sich die Lage in Weißrussland einmal.

Die Lage von Wassilischki:

Das Gut, von dem meine Familie abstammt, liegt in der Gemeinde Vasilishki / Wassilischki. Sie ist ist eine städtische Siedlung im Shchuchyn Distrikt, in der Region Grodno, und das Verwaltungszentrum des Selsoviet Vasilishki.

Im Großherzogtum Litauen war Vasilishki Teil der Woiwodschaft Vilnius. 1795 wurde die Stadt durch die dritte Teilung Polens vom Russischen Reich erworben.

Von 1919 bis 1929 war Vasilishki (Wasiliszki) Teil des Kreises Lida und von 1929 bis 1939 der Kreis Szczuczyn der Woiwodschaft Nowogrédek der Zweiten Polnischen Republik. Vor dem Zweiten Weltkrieg waren mehr als 80% der 2.500 Einwohner der Stadt Juden.

Im September 1939 wurde Vasilishki von der Roten Armee besetzt und am 14. November 1939 in die Weißrussische SSR eingegliedert.

Vasilishki wurde von Juni 1941 bis zum 12. Juli 1944 von Nazi-Deutschland besetzt und als Teil des Generalbezirks Weißruthenien des Reichskommissariats Ostland verwaltet. Im Dezember 1941 wurde ein Ghetto errichtet, in dem auch Juden aus den Nachbardörfern Zaboloc und Sobakintse inhaftiert wurden. Juden wurden gezwungen, harte Arbeit zu leisten. Am 10. Mai 1942 brachten die Deutschen, unterstützt von der litauischen Polizei, eine Auswahl der Juden auf den zentralen Platz. Zwischen 1.800 und 2.200 Juden wurden im Laufe von 2 Tagen auf dem jüdischen Friedhof erschossen, wo Gruben im Voraus gegraben worden waren. Der Rest der Juden, etwa 200 Menschen, wurde in verschiedene Ghettos überführt, darunter das Ghetto Lida. Eine gewisse Anzahl von Juden überlebte, indem sie in den Wald flohen.

Der Gutshof, von dem mein Urgroßvater und Ururgroßvater abstammten, hieß Gut Lachowka. Ein Name dieses Ortes ist im Internet nicht zu finden und auf keiner Karte verzeichnet. Es ist vermutlich so, dass der Name des Ortes im Laufe von rund 200 Jahren mehrfach geändert wurde. Meine Recherchen ergaben, dass der Ort heute Lyakhovka heißt. Er liegt rund 3 Kilometer von Vasilishki / Wassilischki entfernt.

Hier ein Satelittenbild von dem ehemaligen Gutshof meiner Familie:

Auf diesem Hofgut wurde mein Ururgroßvater Stanislaus Poniatowski (*17.03.1828 + 07.01.1913) und mein Urgroßvater Vinzens Josef Poniatowski (* 21.03.1865 + 03.09.1909 in Leverkusen – Wiesdorf) geboren.

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Marianne Weber – linksliberale Politikerin und Frauenrechtlerin

Marianne Weber

Heute bin ich durch den Deutschlandfunkt auf die linksliberale Politikerin und Frauenrechtlerin Marianne Weber gestoßen. Sie war die erste Frau, die im badischen Landtag sprach. Sie gründete u. a. die Deutsche Demokratische Partei mit, eine Vorgängerin der Freien Demokraten.

Vermutlich geht sie als Frau von Max Weber in seinem mächtigen Schatten unter, weshalb auch ich sie bislang nicht so recht wahrgenommen habe. Das möchte ich nachholen und werde mir ihre Biografie besorgen.

„Wir wollen unsere Töchter nicht […] ahnungslos in die Arme des Mannes werfen. Wir wollen ihnen endlich die Bildung und geistige Selbständigkeit mitgeben, die sie befähigt, später auch ihren Söhnen nicht nur Pflegerinnen, sondern geistige Kameradinnen zu sein, in der festen Überzeugung, dass jede Steigerung der Achtung vor der Frau, nicht als Geschlechtswesen, sondern als Mensch, auch die sittliche Kultur des Mannes steigert.“ 

(Marianne Weber 1909, zit. n. Schröder 1995)

 

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Zuschüsse für Neuanlage des Waldes | Wald ist wichtig für uns alle!

Ja, so langsam werde ich, was Wald und Waldbewirtschaftung angeht, kundiger. Bemerkenswert finde ich, dass es für die Waldbewirtschaftung nicht geringe Zuschüsse des Landes Hessen gibt. Für die von mir anvisierte Neuanlage den Waldes in meinem größten Waldstück bekomme ich bei Neuanlage eine Mischwaldkultur 70 % Zuschüsse für die förderfähigen Ausgaben, bei einem Laubwald sogar 85 %.

Die Anträge auf Bezuschussung werden in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Förster über die Forstbetriebsgemeinschaft eingereicht. So reduziert sich der bürokratische Aufwand.

Die Pflege und der Erhalt des Waldes ist eine wichtige Aufgabe der Waldbesitzer, von der alle Menschen in unserem Land profitieren. Wald ist Erholungsraum, unser Bundesland ist zu 42 % von Wald bedeckt und dieser prägt unsere Heimat und die Landschaft, Wald ist eine wichtige natürlich Grundlage unsere Lebens, nicht nur durch das Brennholz und das Holz, mit dem u. a. Möbel gebaut werden. Und die Bewirtschaftung dieses LEBENSraumes sollte an der Natur orientiert sein, nachhaltig und möglichst schonend für Mensch, Tier und Pflanze.

Möchten wir Holz, das unter sehr fragwürdigen Bedingungen produziert wurde? Wollen wir Holz, das im Raubbau gewonnen und anschließend zu uns transportiert wurde? Wollen wir Holz, das unter Arbeitsbedingungen gewonnen wurde, die menschenverachtend sind? Wie das Holz in unseren Wäldern angebaut wird, wie es gepflegt wird, wie die Menschen dort arbeiten, wie man das Holz erntet, kann man alles vor der eigenen Haustüre beobachten. Hier wird eine ausgezeichnete Arbeit geleistet, die nicht immer angemessen gewürdigt wird. Diese Arbeit kostet etwas mehr als fragwürdiges Importholz.

Für mich war Wald schon immer ein ganz besonderer und wichtiger Raum. Nicht erst, seitdem ich ein kleiner Walbesitzer bin.

Mal schauen, wohin mich diese Entwicklung noch treibt. In jedem Fall finde ich Gefallen an meiner Roller als Waldbesitzer.

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Waldbesitzer | Waldbewirtschaftung

Wie ich bereits schrieb, bin ich Waldbesitzer geworden. Im Rahmen des Kaufs eines Konvolutes an Grundstücken war auch Wald dabei. Durch einen Tausch von Grundstücken mit einem lokalen Grundbesitzer ist mein größtes Waldstück sogar noch gewachsen. Nun muss ich mir natürlich Gedanken machen, was mit den Waldstücken passieren soll. Einen Teil, der noch mit recht jungen Bäumen bewachsen ist, belasse ich so, wie er ist. Das größte Waldstück bedarf jedoch eines Eingriffs.

Das Waldstück umfasst rund 2.500 Quadratmeter mit überwiegendem Fichtenbewuchs. Es sind rund 100 Bäume. Nach meiner ersten Inaugenscheinnahme sind bis zu 70 % der Bäume tot, krank oder aus anderen Gründen zu fällen. Das wusste ich vor dem Kauf und wurde auch beim Kaufpreis von mir berücksichtigt.

Nun habe ich einen Fachmann um Rat gebeten. Der örtliche Förster hat sich das Waldstück angeschaut und meine Diagnose bestätigt. Er riet mir

  • entweder den Wald so zu belassen, wie er ist. Die Bäume nach und nach zu ernten und im eigenen Ofen zu verfeuern,oder
  • den Wald professionell abräumen und das Holz vermarkten zu lassen. Danach die Fläche professionell neu zu bepflanzen. Hier riet er mir zu einem Mischwald. Das ist die ökologisch sinnvollste Anpflanzung und auch mein Wunsch. Für alle Maßnahmen gibt es Zuschüsse des Landes Hessen.

Ich werde den zweiten Rat annehmen, auch wenn er erst einmal mit nicht geringen Kosten verbunden ist. Ich möchte ein nachhaltiges Investment tätigen, das auch der Natur zugute kommt.

Der Wald wird bis Anfang kommenden Jahres abgeerntet, das Holz wird vermarktet, das Waldstück bleibt ein Jahr liegen, um einen Befall durch den Rüsselkäfer zu verhindern. Danach werde ich das Waldstück mit Jungpflanzen bepflanzen lassen, sodass ein Mischwald heranwächst.

Ich bin zum Zeitpunkt der Neuanpflanzung 55 Jahre alt. Ich werde es nicht mehr erleben, dass der Wald erntereif ist. Ich werde sehen, wie er heranwächst und mich daran sehr erfreuen. Ich werde in einigen Jahren dort auch zelten können. Aber meine Enkel werden in den Genuss meines Investments kommen. Mein Enkel Emil wird 60 Jahre alt sein, wenn die ersten Bäume ausgewachsen sind. Das ist schon ein schöner Gedanke, der mich jedoch nachdenklich macht.

Bemerkenswert ist auch, dass ich jetzt der Forstbetriebsgemeinschaft Siegbach beitreten werde. Diese Selbsthilfeorganisation unterstützt private Waldbesitzer bei der Bewirtschaftung ihrer Waldstücke. Im Gespräch mit dem hiesigen Förster wurde mir deutlich, wie wichtig und sinnvoll diese Mitgliedschaft ist, da sie auch Kosten spart. Die Forstbetriebsgemeinschaft hilt den angeschlossenen Waldbesitzern bei der Bewirtschaftung der Waldflächen beispielsweise durch die gemeinschaftlichen Nutzung teurer Maschinen, dem koordinierten Abtransport des Holzes, einem gemeinsamen Wegebau und der gemeinsamen Vermarktung des Holzes (wodurch in der Regel höhere (Holz-)Preise erzielt werden können). Ein weiterer Vorteil dieses Zusammenschlusses ist der Erfahrungsaustausch unter den Mitgliedern.

Ja, ich bin nun nicht nur “Landwirt”, sondern auch Waldbesitzer 🙂 und dabei wollte ich ursprünglich nur ein Plätzchen, wo ich ab und zu zelten kann. Aber es ist gut so.

Hier ein paar Fotos aus meinem Wald:

Auf dem Nachbargrundstück wurden Bäume gefällt, deren Kronen noch auf meinem Waldstück liegen

Weitere Baumkronen und Äste des Nachbarstücks

Ausgewachsene Fichten, die nun geerntet werden können

Als nächster Weihnachtsbaum eher ungeeignet 😉

Wunderbare Bäume – wunderbares Holz

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Projekt “Hanglager”

Ich habe letzte Woche ein landwirtschaftliches Projekt in Siegbach-Oberndorf gestartet. Ich möchte eines meiner Grundstücke, das derzeit noch vom Schwarzdorn überwuchert ist, freischneiden und dort dann eine Lagerfläche für mein Zelt einrichten, sowie Obstbäume usw. pflanzen. Zum Zustand des Grundstücks zu Beginn des Projektes habe ich ein Video erstellt:

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Ab sofort: Landwirtschaftlicher Verkehr

Nachdem ich beim Befahren von Feldwegen, um zu meinen landwirtschaftlichen Grundstücken zu kommen, gelegentlich böse Blicke von Spaziergängern erntete, da diese angesichts meines auswärtigen Autokennzeichens dachten, ich dürfe diese Feldwege nicht befahren, habe ich mir nun zwei Schilder gekauft, die, an die Windschutzscheiben meines Autos angebracht, anzeigen, dass ich als Besitzer landwirtschaftlicher Flächen berechtigt bin, Straßen und Wege zu befahren, die der Forst- und Landwirtschaft vorbehalten sind.

Doch darf ich Wege und Straßen befahren, an denen das Schild “Durchfahrt für motorisierte Fahrzeuge verboten – Nur für landwirtschaftlichen Verkehr” angebracht sind?

Es ist in der Straßenverkehrsordnung nicht geregelt, was landwirtschaftlicher Verkehr ist. Stefan Herbers, Fachanwalt für Verkehrsrecht in Oldenburg, schreibt hierzu jedoch:

“In der Rechtsprechung wird nicht auf das Fahrzeug abgestellt, sondern auf den Zweck der Durchfahrt. Das Durch- beziehungsweise Befahren habe dem Zweck der Bewirtschaftung im Sinne landwirtschaftlicher Erzeugung tierischer oder pflanzlicher Art zu dienen. Wenn ein Landwirt den Zustand seiner Felder überprüfen will, muss er also nicht extra mit dem Traktor losfahren, er kann auch seinen Pkw nutzen.”

Das bedeutet, dass ich, wenn ich an der Straße oder an dem Weg, die/den ich befahren möchte, ein Feld habe, auf dem ich Landwirtschaft betreibe, beispielsweise Obstanbau, dann darf ich dort fahren, wenn ich zu meinen Feldern möchte. Und für diese Fahrt benötige ich keinen Traktor. Ich kann auch zur Wuchskontrolle auch mit meinem PKW fahren.

Somit darf ich also diese Weg in dem Ort befahren, in dem ich die landwirtschaftlichen Flächen gekauft habe, denn

  1. ich betreibe schon jetzt Obstanbau, denn einige Flächen sind mit Obstbäumen bepflanzt, die ich kultiviere,
  2. ich bearbeite andere Flächen, um dort zukünftig Obstbau zu betreiben,
  3. ich stelle Landwirten Wiesen zur Verfügung, damit sie dort Heu machen können. Hier muss ich den Wuchs kontrollieren und den Stand der der Ernte überprüfen,
  4. nutzen Schäfer Flächen für ihre Schafe. Diese Nutzung muss ich überwachen und gegebenenfalls steuern.

Ich bin Landwirtschaft

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Ein neues Obstbaumgrundstück

Ich habe ein neues Obstbaumgrundstück in Siegbach-Oberndorf erworben. Es war ein sehr günstiger Kauf und ergänzt meine Palette an Grundstücken in diesem Ort außerordentlich. Es stehen einige Apfelbäume auf dem Land, die ich gerne nutzen werde, um Wintervorräte anzulegen und Apfelsaft herzustellen.

Derzeit ist das Obstbaumgrundstück noch in weiten Teilen Urwald. Ich habe ein paar Fotos, die recht gut den Zustand verdeutlichen.

Etwa ein Drittel der Fläche ist bereits freigeschnitten und gesäubert- Dort ist erkennbar, wie schön das Grundstück ist. Prima geeignet für Camping.

 

Die Apfelbäume sind ausgewachsen und sehen sehr schön aus. Ich bin schon gespannt, welche Sorten es sind und wie die Äpfel schmecken.

Die andere Hälfte bis zwei Drittel der Obstbaumanlage sind “Urwald”. Über viele Jahre bis Jahrzehnte wurde dort alles zuwuchern gelassen, vielleicht weil der Vorbesitzer damit nichts anfangen konnte.

Urwald in Mittelhessen

Hier ein kleiner Film zu meinem Obstbaumgrundstück:

Es gibt also noch viel zu tun auf meinem neuen Obstbaumgrundstück. Ich werde in den nächsten Wochen und Monaten den Wildwuchs beseitigen, damit ich alle Obstbäume beschneiden kann und auch an die Ernte komme. Ich kann bislang noch nicht die ganzen Ausmaße des Grundstücks überschauen. Auch habe ich noch keine Grenzsteine gefunden bzw. Grenzmarkierungen gesetzt. Im Herbst hoffe ich dann bei einem Wirtschaftsfeuer die abgeschnittenen und herusgerissenen Hölzer verbrennen zu können. Vielleicht pflanze ich auch noch den ein oder anderen Baum nach.

 

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Leben mit dem Schwarzdorn

Vor einigen Monaten habe ich rund 15 Grundstücke im Lahn-Dill-Bergland gekauft. Weitere fünf sind in den letzten Tagen dazu gekommen.  Es sind fast ausschließlich landwirtschaftliche Flächen, etwas potentielles Bauland, Wald und einiges sogenanntes “Unland”. Auf einigen Flächen habe ich begonnen, Lagerplätze anzulegen, um dort zu biwakieren/zelten und sie allgemein als Freizeitflächen zu nutzen. Der Rest wird von Landwirten und Schäfern bearbeitet und genutzt.

Auf den nicht genutzten Flächen habe ich es mit einem mir bislang unbekannten “Feind” zu tun: Dem Schwarzdorn, auch Schlehe genannt. Dieser Strauch erobert sich Fläche für Fläche, ist kaum zurückzudrängen und kann nur durch Ausgraben der bis zu 10 Meter langen Wurzelausläufer zu bekämpfen.

Aber eigentlich ist er nicht wirklich ein Feind. Ich überlasse gerne Flächen der Natur, damit sie sich dort ausbreiten kann. Schwarzdorn ist ein guter Lebensraum für Vögel und Schmetterlinge. Nur auf den Flächen, die ich mir als Erholungsraum auswähle, werde ich ihn nachhaltig bekämpfen müssen.

Da die Schafe, die gelegentlich über meine Weideflächen getrieben werden, den Schwarzdorn nicht fressen/verbeißen, muss ich händisch dafür sorgen, dass er nicht Überhand nimmt, denn ich möchte eigentlich den Charakter dieser Flächen beibehalten. Schon jetzt sind einige Flächen für Spaziergänger nicht mehr begehbar.

Früher hat die landwirtschaftliche Nutzung die übermäßige Ausbreitung des Schwarzdorns verhindert. Dadurch, dass immer mehr Flächen nicht mehr bewirtschaftet werden, ist ein neues Problem entstanden.

Der Schwarzdorn selbst ist eine Nutzpflanze. Die Blüten, Rinde und Früchte wirken adstringierend (zusammenziehend), harntreibend, schwach abführend, fiebersenkend, magenstärkend und entzündungshemmend. Ein Blütenaufguss wird besonders bei Kindern bei Durchfallerkrankungen, bei Blasen- und Nierenproblemen und Magenbeschwerden eingesetzt. Schlehenelixier gilt als geeignetes Stärkungsmittel nach Infektionskrankheiten. Die Schlehenbeeren sind Früchte, die voller Vitamin C sind. Nach dem ersten Frost geerntet schmecken sie süß und können zu Saft und/oder Likör verarbeitet werden.

Ich werde in den kommenden Tagen Fotos von der Lage auf den Grundstücken anfertigen und hier zeigen.

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NeXt Generation | Geburt Emil Steil

Gestern wurde mein erster Enkel geboren. Katja, meine Schwiegertochter und die Frau meines Sohnes Janosch, brachte Emil Steil zur Welt. Er ist gesund, wiegt 4.350 Gramm, ist 58 cm groß. Mutter und Vater geht es ebenfalls gut. Ein wunderschönes Baby, das ich wegen der aktuellen Gesundheitslage nicht besuchen kann. Trotzdem bin ich sehr stolz.

Die nächste Generation meiner Familie hat damit die Welt erblickt.

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