Erben, Erbgemeinschaft & Grundstücke

Nachdem meine Mutter vor rund zwei Jahren verstarb und mein Vater Mitte des Jahres leider auch  von uns ging, stand und steht etwas auf meiner Agenda, um das ich mich nicht gerissen habe: Die Berichtigung der Grundbücher der Orte, an denen meine Eltern Grundstücke/Grundstücksanteile besaßen. Dazu muss man wissen, dass grundsätzlich kein Grundbuchamt automatisch nach dem Ableben einer Person, dessen Grundstücke auf die neuen Eigentümer umschreibt. Die Grundbuchämter erhalten keine Informationen über das Ableben des Eigentümers. Die Standesämter, die die Todesfälle registrieren, wissen nicht, ob der Tote Grundstücke besaß.

So kam es beispielsweise, dass nach dem Tod meiner Großmutter 1999 ein Grundstück, welches seit über 100 Jahre im Besitz meiner Familie ist, nicht umgeschrieben wurde. Meine Tante wusste nichts von dem Grundstück. Mein Vater wusste von dem Grundstück, hatte jedoch keine Informationen über die genaue Lage. Außerdem hatte dieses 739  qm große Grundstück als landwirtschaftliche Fläche für meinen Vater nicht viel wert (Gesamtwert ca. 750 Euro). Bauland wird es nicht werden, da es in Grubensenkungsgebiet liegt (Mathildenschacht in Püttlingen, Teil der Grube Viktoria). Zu Lebzeiten meines Vaters fuhr ich mit ihm vor Ort, wo er mir zeigte, wo das Grundstück in etwa liegt. Aufgrund seiner Erkrankung in den letzten Lebensjahren konnte er sich selbst nicht mehr um eine Umschreibung kümmern. Ich konnte dies aus rechtlichen Gründen nicht veranlassen. Mit dem Tod meines Vaters musste jedoch das Grundstück umgeschrieben werden, denn das Unterlassen einer Umschreibung ist eine strafbewehrte Ordnungswidrigkeit. So recherchierte ich im Saarland die genauen Daten des Grundstücks und beantragte einen Erbschein. Mit diesem habe ich heute beantragt, dass das Grundbuchamt des Saarlandes dieses Grundstück und andere Grundstücke, an denen ich durch den Erbfall  Teileigentümer wurde, umschreibt.

Hier die Lage des Grundstücks bei Google Maps:

Jetzt muss ich noch den Landwirt ausfindig machen, der unseren Acker seit Jahrzehnten vertragsfrei und kostenlos bewirtschaftet. Sicherlich werde wir keine großen Summen für diese Fläche fordern können, jedoch erhält der Landwirt mit Hilfe des Ackers wahrscheinlich Geld vom Bund und/oder der EU. Schon die Stilllegung des Ackers kann ihm dabei einige Euro einbringen, obwohl ihm der Grundbesitz weder gehört, noch er darüber vertraglich verfügt.

Natürlich gehört mir der Acker auch nicht alleine. Ich bin Mitglied einer Erbengemeinschaft. Von diesem Grundstück gehört mir 1/6. Jedem der Miteigentümer stehen 1/6 der Einnahmen zu.

Was will ich nun mit meinem Eigentum am Grundstück? Es ist ein rein ideeller Wert, der mich erfreut. Dieses Grundstück stammt noch von meiner UrGroßmutter. Seit 100 Jahren ist es in Familienbesitz. Meine Urgroßeltern, meine Großeltern und mein Vater haben diesen Acker bewirtschaftet.

Darüber hinaus hat dieses Erbe für mich ganz praktische Vorteile: In Püttlingen, wo ich mich ein bis zweimal im Jahr für einige Tage aufhalte, gibt es keinen Campingplatz. Auf diesem Stück Land darf ich zelten, ohne dass es mir jemand verbieten kann, ohne dass ich jemanden um Erlaubnis fragen muss. Das werde ich nutzen!

Ich denke darüber nach, meinen Anteil am Grundstück in eine Familienstiftung einzubringen, um so sicherzustellen, dass dieses Familienerbstück dauerhaft im Familienbesitz zu halten und einen Verkauf auszuschließen. Erste konkrete Schritte habe ich hierzu schon unternommen.

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Bereits vor einigen Jahren sah ich eine Reportage über einen Menschen, der in meiner Heimatregion Weilburg, genauer gesagt in Mengerskirchen, im Wald lebt und sich weitestgehend aus dem modernen Leben in unserer Gesellschaft verabschiedet hat. Er lebt von den Einnahmen, die er durch Schafzucht erzielt, wohnt im Bauwagen und verfügt weder über einen Anschluss an das öffentliche Strom- noch Wasser- und Abwassernetz. Mich beeindruckte diese Dokumentation und diese mutige Lebensweise. Natürlich hat auch er Anknüpfungspunkte an die moderne Zeit. So muss auch er zu einem Arzt gehen, wenn er sich verletzt hat order ernsthaft krank ist. Auch er geht für einige Dinge in einen Supermarkt. Aber er reduziert das Konsumieren auf das absolute Mindestmaß. Es ist ein Gegenmodell zu unserer Zeit. Respekt!

Ist der gute Mann glücklich? Ich glaube, er ist auf seine Weise zufrieden mit seinem Leben und lebt mit sich im Einklang. Seine Wünsche, die er im Film äußert, sind Kleinigkeiten.

Möchte ich auch so leben? Nein! Aber ich überprüfe meinen Lebensstil gelegentlich  dahingehend, ob das alles nötig ist, was ich konsumiere. Bislang fand ich immer viele Dinge, die ich eigentlich nicht brauchte, die ich aber trotzdem gekauft hatte. Ballast abwerfen tut gut. Würde die gesamte Weltbevölkerung auf dem Niveau leben, wie ich es tue, hätten wir eine ökologische Katastrophe. Wir Menschen in den Industrienationen verbrauchen mehr Ressourcen, als uns im Sinne einer gerechten Weltordnung zukommen, während der Rest der Weltbevölkerung sich bescheiden muss. Auch als Christ mental eine Herausforderung.

Ob der Waldmensch noch lebt? Ob er noch von den Behörden im Wald geduldet wird?

Hier die Dokumentation, die sehr sehenswert ist:

 Teil 1

Teil 2

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Alles Gute für 2019

Ich bin mit meiner Familie gut in das Jahr 2019 gekommen und wünsche noch einmal allen Lesern meines Blogs alles Gute für 2019.

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Jahreswechsel | NEUjahr | aufRÄUMEN

Das Jahr 2018 geht zu Ende. Es war ein durchwachsenes Jahr für mich und nicht immer einfach. Negativer Höhepunkt war der Tod meines Vaters.

Aber jeder Jahreswechsel kann auch ein Neubeginn sein. Ich möchte den Jahreswechsel zu 2019 nutzen, um mal aufzuräumen, auszumisten, neu zu ordnen, neu zu gewichten. Innen wie außen. Materiell wie geistig. Ich habe in 2018 erste Schritte unternommen. Ich bin schon neugierig, was 2019 bringt. Es ist noch deutlich Luft nach oben.

Ich wünsche allen Lesern meines Blogs ein gutes Jahr 2019. Mögen sich Ihre Wünsche und Hoffnungen realisieren lassen!

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Frohe Weihnachten und ein gutes 2019

Ich wünsche allen Bekannten, Freunden und Verwandten ein frohes und erholsames Weihnachtsfest. Auch das Jahr 2019 möge ein gutes Jahr werden.

Ich werde bis zum 31.12. erst einmal Weihnachten feiern und anschließend Arbeiten korrigieren. Danach habe ich einmal nichts geplant. Einfach mal total runterfahren.

Im neuen Jahr geht es dann mit der Familie nach Polen in ein Kurhotel. Dann steht Polen entdecken, Genuss und Fitness auf der Agenda.

Die Politik steht hinten an und ich werde nur auf das Notwendigste reagieren.

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10 Minuten Garantie | RMV

Der RMV bietet eine 10 Minuten Garantie. Das bedeutet, dass, wenn die Verkehrsmittel des RMV mehr als 9 Minuten zu spät kommen, man eine Entschädigung vom RMV erhält. Lange Zeit habe ich diese Regelung ignoriert. Nun habe ich begonnen, diese Garantie in Anspruch zu nehmen. Seit zwei Wochen reiche ich bei jeder Verspätung von 10 Minuten und mehr einen Antrag auf Entschädigung ein. Vier Anträge liegen beim RMV vor, zwei Anträge davon wurden bereits bewilligt. Je genehmigten Antrag erhalte ich 0,50 Euro.

Da ich über ein kostenloses Landesticket des Landes Hessen habe, also nichts für mein Ticket bezahlt habe, spende ich diese Erstattungen karitativen Einrichtungen. So tue ich nicht nur meinem Geldbeutel und der Umwelt etwas Gutes, weil ich nicht mit meinem Auto nach Frankfurt fahre, ich helfe auch bedürftigen Menschen.

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Vorweihnachtszeit – stressfrei?! | weitermachen

Auch in diesem Jahr versuche ich, die Vorweihnachtszeit möglichst stressfrei zu gestalten. In diesem Jahr gelingt es mir leider nicht so gut, wie ich es mir wünsche. Zu viele Verpflichtungen und beruflicher Termindruck erschweren mir die Entspannung.

Ich habe mir vorgenommen, wieder mehr zu malen. Leider gelingt mir dies aus oben genannten Gründen nicht.

Auch mehr klassische Musik bewusst zu hören, gelingt mir nicht. Gerade sie wirkt bei mir stressabbauend.

Es sind noch sechs Tage bis Weihnachten. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass es besser wird.

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Stiftungen, Erbe, Familie

Seit geraumer Zeit beschäftige ich mich mit Stiftungen. Vor vielen Jahren begann mich die Todenwarth-Stiftung zu faszinieren. 1635 gründete der Kanzler des Landgrafen Georg II von Hessen-DarmstadtAntonius Reichsfreiherr Wolff von und zu Todenwarth (1592–1641), in Gießen diese Stiftung zum Andenken an seine verstorbene Ehefrau, Catharine Wolffin von Todenwarth. Ursprünglich wurde die Stadt Gießen durch diese Stiftung dazu durch Geldzahlung verpflichtet, 50 Gulden jährlich an die armen Menschen zu verteilen. Im Laufe der Jahre wurde aus Gulden Deutsche Mark und schließlich Euro. Die Stiftung besteht aber immer noch, auch wenn die Stadt 1923 versuchte, sich ihrer Pflicht zu entziehen. Das Landgericht Gießen verpflichtete die Stadt 1928 jedoch, die Zahlungen wieder aufzunehmen. Pacta sunt servanda (lateinisch: Verträge sind einzuhalten) beschied das Gericht.

Die heutige Stadtregierung hat den Ausschüttungsbetrag auf 500 Euro angehoben. Dieser wird jährlich an gemeinnützige Organisationen ausgeschüttet, beispielsweise an die Oase für obdachlose Frauen.

Stiftungen gibt es in verschiedenen Varianten. Gemeinnützige und eigennützige Stiftungen, kirchliche Stiftungen, örtliche Stiftungen, Familienstiftungen. Allen gemein ist, dass sie auf Dauer angelegt werden – i. d. R. auf Unendlichkeit. So kann man als Stifter anderen Menschen Gutes tun, sogar für die Zeit, wenn man längst tot ist.

Ich bin Mitglied des Beirates der Dr. Ruth Freund Stiftung Fernwald und helfe mit, diese Stiftung zu betreiben. Sie ist eine örtliche Stiftung und unterstützt Kinder und Jugendliche der Gemeinde finanziell.

 

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Nicht mehr zeitgemäß? | Regulator von Kienzle

Ich habe mir einen antiken Regulator von Kienzle gekauft:

Ja, die Uhr ist keine Funkuhr. Sie muss aufgezogen werden. Sie geht nicht sekundengenau, hat jedoch Stil. Ihr Klang ist wunderbar. Zu jeder halben Stunde erklingt ein Gong. Zu jeder vollen Stunde gibt es je volle Stunde einen Schlag. Wunderbar!

Der Regulator hängt in meinem Arbeitszimmer und ich kann nach der ersten Nacht und den ersten Stunden Arbeit sagen, dass das Ticken der Uhr beruhigend wirkt. Inzwischen habe ich auch einiges über die Funktion dieser Uhr gelesen. Gerade bin ich dabei, die Uhr zu justieren, so dass sie äußerst genau geht. Am Pendel befindet sich eine Schraube, über die man den Sitz des Gewichtes einstellt. Schraubt man das Gewicht nach oben, läuft die Uhr schneller, schraubt man es nach unten, läuft die Uhr langsamer.

Ich habe diesen Regulator für 30 Euro über eBay gekauft. Regulatoren – früher einmal wertvolle Erbstücke – sind dort sehr günstig zu erhalten, wenn man Geduld hat, auf eben solche Angebote zu warten.

Meine Eltern hatten einen solchen Regulator in den 1970er Jahren antiquarisch erworben. Als das Haus meiner Eltern Anfang des Jahres aufgelöst und die Wertobjekte unter uns Kindern aufgeteilt wurden, erhielt eine meiner Schwestern diese Uhr. Das bedauerte ich, war aber in Ordnung. Nun habe ich dieses Defizit ausgeglichen.

Hier ein paar Fotos meiner Uhr:

Der Schlüssel, mit dem die Uhr aufgezogen wird

Der geöffnete Regulator

Das Schlagwerk der Uhr

Das Innere der Uhr

Das Innere der Uhr

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Zweites Immobilien Investment per Crowdfunding | Bergfürst

Heute habe ich mich nun zum zweiten Mal an einem Immobilien Projekt von Bergfürst beteiligt. Es ist das Projekt Schlossallee Berlin-Pankow. Ich bin mit bescheidenen 100 Euro eingestiegen. Ich bin ein vorsichtiger Mensch. Die Verzinsung von 5,5 % p. a. klingt interessant. Die Zinsen werden halbjährlich gezahlt und das Projekt dauert zwischen 7 und 30 Monate.

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